Geld, Gold und Häkeldecken
by Oliver Geffken. Average Reading Time: about 2 minutes.
Wir denken, dass der Kern und Sinn jeglicher
menschlichen Existenz (neben Unmengen von Geld, Gold und Häkeldecken natürlich) Liebe und Weissheit sind.
Und weil für unsere praktische Arbeit als Architekten eine handvoll theoretischer Entwürfe zur Betrachtung von Innen- und Aussenraum (wie auch zum Spiel mit Imagination und Raum) unerlässlich sind, stellen wir folgende Behauptungen auf.
Wir denken, dass:
- der Kern und Sinn jeglicher menschlichen Existenz Liebe und Weisheit sind.
- die Dinge sich nach dem Sinn richten.
- es der Einfachheit bedarf, um diesen Sinn entfalten zu können.
- der Sinn dem Nichtwahrnehmbaren entspricht.
- der Blick für das Nichtwahrnehmbare mit guter Architektur geöffnet werden kann.
- wir Wesen mit einem kulturellen Gedächtnis sind, die von alten Mythen, Ritualen und Bildern beeinflusst sind.
- wir in kausalem Bezug zu unserer Umgebung stehen.
- unsere Umgebung von einer rasanten technischen Entwicklung geprägt ist.
- eine Umgebung geschaffen werden kann, die uns die optimalen Voraussetzungen für die Entwicklung von 1.) bietet.
Neben der Tatsache, dass wir unbedingt weniger Klamottenläden bauen sollten, und um unsere Behauptungen näher zu untersuchen, starten wir hiermit die Geld, Gold und Häkeldecken-Reihe und werden ab sofort in loser Abfolge eine Sammlung von verschiedenen Meinungen und Perspektiven aus unterschiedlichen Disziplinen (wie Architektur, Kunst, Literatur, Philosophie, Religion und Soziologie) sammeln und auf GEFFKEN MIYAMOTO veröffentlichen.
Warum?!
Natürlich um unserseits mehr Geld, Gold und Häkeldecken zu horten – und um die Diskussion mit unseren Kunden anzuregen. Vor allem wollen wir aber auch (auch wenn wir es eigentlich nicht nötig hätten) die Grundlage unserer gestalterischen Ideen weiter ausbauen. Also. Kostprobe gefällig?
Freund Albert Frey meint:
Die Entwicklung der Gestalt
„Der kreative Ausdruck hat seinen Höhepunkt erreicht, wenn Form, Raum und Komposition den praktischen Anforderungen vollkommen entsprechen und sie in einem Entwurf von essentieller Harmonie interpretieren. […] Bäume, Flüsse, Blumen, Berge – alles ist ebenso zweckbestimmt wie schön“
„Aus diesem Grund verhilft man neuen Produkten häufig zu besserer Akzeptanz, indem man die alten herkömmlichen Erscheinungsformen mit den praktischen Vorteilen der neuen Entwicklung kombiniert“
„Ebenso wie der Transfer bestimmter Aspekte der modernen Technik vermieden werden sollte, wenn kein gleichartiges Problem vorliegt, ist es ein Fehler, die geronnenen Kompositionen der Natur oder der älteren Architektur nachzuahmen. Geboten wäre jedoch, sowohl die Naturformen, aus denen die Menschheit je ihre Inspiration schöpft, wie auch die Formen traditioneller Architektur, die sich über ihre praktische (primäre) Verwendbarkeit hinaus erhalten haben, zu studieren und auf Ideen und Strukturen zu befragen“.
„Auf diesem Weg entdecken wir die grundlegenden Prinzipien für die Erfindung von Form, Raum und Komposition und setzen uns in die Lage, eine lebendige Architektur zu schaffen, die uns nicht nur körperliche Bequemlichkeit, sondern auch geistiges Vergnügen verschafft.“
(Albert Frey (1939): In Search of a Living Architecture. New York.)
Daumen rauf oder Daumen runter?
Eure Anregungen, Kritik oder Wünsche. Danke.
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